Standard Tobacco - Bengal Slices

Tabakreviews

Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Preusse » Sa 1. Sep 2018, 14:10

Hallo zusammen,
nachdem ich nun bereits zwei der drei Münchner Spezereien vorgestellt habe, kommt hier nun das Sahnehäubchen, das zwar auch aus München gekommen ist, aber vorher noch ein großes blaues Meer überqueren musste.

Dei Rede ist von den Bengal Slices

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Bengal Slices
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Diesen Tabak gab es als Mixture bis in die späten 90er Jahre auch in Deutschland zu kaufen, aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, ist dieser Tabak bei uns aber verschwunden. Das vollkommen skurrile an der Sache ist, dass laut Aussage der Homepage von Iwan Ries in Chicago, der der Tabak vertreibt, der Tabak aus Deutschland kommt!!
Wie dem auch sei, meines Wissens gab es den bei uns nur im 50gr. Pouch. Ich habe schöne Erinnerungen daran, denn das war mein erster Tabak, in den ich mich quasi um seiner selbst Willen verliebt habe, und nun hat ein sehr netter Mensch aus München, dessen Connections bis zu den Quellen dieser Köstlichkeit reichen, mir ein Döschen angeboten, wie hätte ich da nein sagen sollen.
So ist nun der Tag, wo ich mir die Zeit nehmen möchte, ihn zu kosten und auch was dazu zu schreiben.
Auch hierzu scheint mir ein Guinness die richtige Wahl zu sein, warum,darauf komme ich später zurück. Dazu gibt Bach mit Mullova auf die Ohren, es kann also losgehen.

Der Tabak kommt in der üblichen 50gr. Drehdeckeldose daher, also keine Sorge hinsichtlich Vakuumverlust oder ähnlichem.
Schon nach dem Öffnen strömt aus der Dose ein sehr schöner, fast lieblicher Duft. Eine ganz leichte, aber deutliche Süße ist sofort feststellbar. Geht man mit der Nase direkt an den Tabak ran, tritt sie in den Hintergrund und leicht erdige Töne sind wahrnehmbar. Der Tabak riecht recht natürlich, nichts könnte man als dominant bezeichnen. Der Latakia ist da, direkt daneben der Orient, und noch irgendwas, Schwarzbrot wäre zuviel, aber in die Richtung geht es. Und immer schwirrt dazwischen diese leichte Süße des Black Cavendishs herum. Das alles ist stimmig, rund.
Das Tabakbild ist durchmischt, schwarz bis hellbraun, es ist ein Crumble Cake, also keine dünnen, feste Flakescheiben, sondern ca. 5 mm dicke Streifen, ca. 3 cm breit. Diese sind nicht bröckelig, eher feucht, und beim Aufrubbeln muss man schon ein wenig mehr tun, als nur ein bisschen zu reiben. Vorher zu Zupfen erleichtert die Sache. Oder man schneidet sich Würfelchen, das ginge auch.

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Tabakbild
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Der Tabak ist recht feucht, aus diesem Grund habe ich die Bröckelchen mal sehr vorsichtig in die Pfeife getan, nicht gestopft, sondern mit ausreichend Platz, es ist ja im weitesten Sinne doch ein Flake, und der dehnt sich ja gerne noch aus. Bereits jetzt sei angemerkt, dass diese Entscheidung scheinbar die richtig war, denn der Tabak brennt bislang ausgezeichnet.

Als Testpfeife kam die Peterson St. Patrick-Day 2017 zum Einsatz, eine Bulldog mit 22er Bohrung

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Bulldog St.Patricks Day 2017
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Nachdem nun der Tabak in die Pfeife appliziert wurde und das eine doch etwas unebene Oberfläche war, habe ich noch ein paar Krümelchen abgebrochen und oben draufgebröselt. Könnte helfen und es half. Nota bene: ich habe den Kopf nur zu ca. 3/4 voll gemacht, weil Cake eh länger brennt. Vorweg genommen ist zu sagen, dass das nicht geschadet hat.
Der Tabak nahm recht willig die Flamme an, es dauerte zwar ein bisschen, bis das richtig in Fahrt kam, ging aber. Dann den Tabak noch leicht angerückt, aber nur ganz vorsichtig, zu groß war die Sorge, ihn zu verpappen. Aber als er brannte, brannte er.
Schon die ersten Züge waren ein Gedicht. Fast genauso wie in der Nase, diese feine Süße, die gleich am Anfang ganz im Hintergrund auftauchte. Die Eheliebste hat gleich mal das Näschen durch die Tür gesteckt und mit einem leichten Lächeln ihre Zustimmung signalisiert, mit den Worten: oh, der ist ein bisschen süßlich, gut...

Nicht nur in der Odalisken Nase auch in des Prüfers kritischem Mund fand der Tabak uneingeschränktes Wohlwollen. Der Tabak schmeckt so, wie er riecht. Der Latakia und der Orient sind natürlich im Rauch schon etwas stärker als in der Nase, aber im Gesamten treten sie nicht zu sehr hervor. Kräftig, aber nicht wuchtig. Der BC ist dafür deutlich schmeckbar, ein schönes Sahnehäubchen auf dem Espresso.
Jetzt brennt der Tabak bereits 45 Minuten, einmal habe ich nachgezündet, ansonsten brennt er sehr gleichmäßig ab, einen Hang zum Heißwerden kann ich nicht feststellen, aber wenn man dem Cake genug Raum läßt, ist das eh nicht zu befürchten. Folglich gibt es auch zum Thema Kondensat nichts zu berichten, es ist keines da, jedenfalls keines, das ich bemerken würde.
Wie ich eingangs zum begleitenden Getränk das Guinness erwähnt hatte, nehme ich den Faden nochmal auf, denn der Tabak ist dem Guinness sehr ähnlich. An sich von kräftigem Geschmack, aber mit einer cremigen Note und ein bisschen mit Süße.

Die Bengal Slices sind eine sehr runde Mischung, auf der Zunge sehr weich und nicht beißend, Schärfe ist keine auszumachen.
Sie brennen sehr langsam runter, wenn man sie läßt, kleine, kürzere Züge sind obligatorisch. Ich denke, etwas flachere Pfeifen mit einer breiteren Bohrung kommen der Geschmacksbildung sehr entgegen.
Man muss sich halt zu Beginn ein wenig Mühe machen, die Streifchen vorzubereiten, aber es lohnt sich auf jeden Fall, und soviel Aufwand ist es nicht.

Ich weiß jetzt natürlich nicht sicher, ob dieser Tabak noch genauso schmeckt, wie zu der Zeit, als ich ihn, noch zu Beginn meiner Pfeifenraucherlaufbahn kennengelernt habe, und die Erinnerung gaukelt einem doch schnell was vor, aber heute glaube ich sagen zu können, dass der Tabak noch so schmeckt, wie ich mich an ihn erinnere. Weich, würzig, leicht süß und sehr angenehm in der Raumnote.

Leider ist er in Deutschland nicht mehr zu haben, aber wer sich die Reise in die USA antut, sollte ihn mitbringen, wenn nicht für sich, dann eben für mich.

Gruß Jens
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon rolf » Mo 3. Sep 2018, 08:48

Hallo Jens,

Herzlichen Dank für Deine launeverbreitenden Reviews: macht Appetit auf's selber-Probieren :)

Preusse hat geschrieben: Dazu gibt Bach mit Mullova auf die Ohren, es kann also losgehen.


Vielleicht wäre hier besser Dvorak 9 (die Ormandy-Aufnahme) angebracht? Und dazu Budweiser?

Beste Grüße

Rolf :)
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Di 4. Sep 2018, 21:32

Hi Jens,

Rolfens Worte des Lobes schließe ich mich gerne an... ... auch wenn ich insgeheim gehofft hatte dass du den nicht rauchen möchtest und mir jeder Krümel zuteil wird... aber, er sei dir gegönnt ! :D

Rolf hat geschrieben:Vielleicht wäre hier besser Dvorak 9 (die Ormandy-Aufnahme) angebracht? Und dazu Budweiser?

... also wenn, dann schon eher mindestens 30min. John Coltrane. Und dazu ein Öttinger. 8-)

Happy BSpuffing,
Rainer
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Preusse » Mi 5. Sep 2018, 14:00

Rainer hat geschrieben:..... Und dazu ein Öttinger. 8-)

Happy BSpuffing,
Rainer


ist jetzt aber nicht Dein Ernst..... :shock: :shock: :shock: :shock:

Gruß Jens
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Mi 5. Sep 2018, 22:04

Preusse hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben:..... Und dazu ein Öttinger. 8-)

Happy BSpuffing,
Rainer


ist jetzt aber nicht Dein Ernst..... :shock: :shock: :shock: :shock:

Gruß Jens


Tja, Jens, was besseres ist mir da zu Ötti... ...gerade halt mal nicht eingefallen... 8-)
Ich setze mal deine Kreativität voraus, sowie deine detektivischen Talente was bzw. wer damit gemeint sein könnte... ;)
(Sorry Rolf, musste sein... ...wo deine Beiträge doch geradezu mit Jever Fun überschwemmt sind, da kommt so ein "Budweiser" als eine echte Überraschung... :mrgreen: ... oder lag's am Herrn Dvorak, mit seiner Budweiser Moldau ? )

Ernst beiseite...
Wir hatten hier mal eine recht rege Abteilung "Amerikanische Tabake" zu einer Zeit, wo es hier noch ein paar mehr Verrückte gab als heutzutage... ;) ...allerdings mangels "Substanz" und tragfähiger Argumenten versiegt... :roll:
Möglichen Nostalgikern sei die entsprechende Suchfunktion hierzu empfohlen.
Nun...

Klar dass auch diese Ami-Bengalischen Scheibchen da ganz, ganz vorne mit mitspielen - aber warum eigentlich ?

Das hab ich mich lange gefragt, denn am Latakia und am Orient kann es nicht so recht liegen, denn da muss man sich auch in Amiland am "Weltmarkt" bedienen... (ob man es mag oder nicht... :P )
Am Virginia schon eher, denn da gibt's schon gewisse Heimspielevorteile, auch wenn diese Quellen so langsam versiegen und in dem "Mainstream" für die Zigarettenindustrie unterzugehen scheinen... ...siehe McClelland(RIP)...

Also, was ist es nun denn, dieses spezielle Zünglein an der Waage ?

Nun... ich wage mal zu behaupten, dass es am BC (= Black Cavendish) liegt.

Während dieser in der unsrigen "Alten Welt" traditionell weitgehend aus Virginia gemacht wird, benutzt man in Amiland dafür weitgehend Burley.
Ziemlich klar wurde mir das pers. beim Zusammenbasteln des ChocoLat, ähhmm... InBeTween... (Bei Unverständlichkeit dieser Codes bitte ebenfalls die Suchfunktion bemühen...)
"Unser" virginiabasierter BC tendiert bei höherer Dosierung mal schnell zu einer gewissen "Strohigkeit", was bei dem burleybasierten BC aus Amiland nicht passiert. Im Gegenteil, der trägt dann eher zu einer gewissen "Molligkeit/Fülligkeit/Cremigkeit" bei.
Damit ist man mit gewissen Mischungen aus Amiland schon mal in der Pole-Position, aber mit speziellen Tricks lässt sich auch dem auch hierzuland entgegenwirken... ;)

Egal auch, in einer Welt ohne diesen Zoppo T. ließe sich vortrefflich leben, aber ohne diese Bengal Slices und auch dem so beispielsweise nebenbei erwähnenswerten Plum Pudding schon eher etwas weniger... ;)

Happy puffing,
Rainer
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Preusse » Do 6. Sep 2018, 08:05

Servus Rainer,
an Deiner Überlegung hinsichtlich des BC könnte schon was dran sein. Ich habe derzeit drei Mischungen offen, die BC enthalten. Huber Balkan, Fayyum und Bengal Slices. Da ist in der Süße tatsächlich ein Unterschied festzustellen. Ist allerdings eine kühne These meinerseits, weil das auch an ganz anderen Komponenten liegen kann, die ich nicht kenne. Sei es drum, die Süße der Slices ist besonders, etwas cremiger und deutlicher, auch in der Raumnote. Des Weibes Nase kann nicht irren!

Gruß Jens
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Do 6. Sep 2018, 22:21

Preusse hat geschrieben:Servus Rainer,
an Deiner Überlegung hinsichtlich des BC könnte schon was dran sein. Ich habe derzeit drei Mischungen offen, die BC enthalten. Huber Balkan, Fayyum und Bengal Slices. Da ist in der Süße tatsächlich ein Unterschied festzustellen. Ist allerdings eine kühne These meinerseits, weil das auch an ganz anderen Komponenten liegen kann, die ich nicht kenne. Sei es drum, die Süße der Slices ist besonders, etwas cremiger und deutlicher, auch in der Raumnote. Des Weibes Nase kann nicht irren!

Gruß Jens


Hi Jens,

wir vereinfachen das jetzt mal.
Also, ganz einfach: Am Besten du kommst mal nach Speyer ! ...mit oder ohne deine dir gesetzlich anvertraute Raumnotenjurorin.
(Evtl. erforderliche Überbrückungszeiten ihrbezüglich lassen sich da vortrefflich in unmittelbarer Nähe der Arena mit Schuh- Handtaschen und anderen Wutschizeugsgeschäften überbrücken... ;) )
Und, wir rauchen dann mal was... ...könnte dir gefallen(?)... bzw. euch(!)... 8-)

CU ?
Rainer
PS: Diese recht plumpe Einladung gilt natürlich für Alle... ;) ....................
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon rolf » Fr 7. Sep 2018, 07:16

Hallo Rainer,

Rainer hat geschrieben:
Preusse hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben:..... Und dazu ein Öttinger. 8-)

ist jetzt aber nicht Dein Ernst..... :shock: :shock: :shock: :shock:


Tja, Jens, was besseres ist mir da zu Ötti... ...gerade halt mal nicht eingefallen... 8-)
Ich setze mal deine Kreativität voraus, sowie deine detektivischen Talente was bzw. wer damit gemeint sein könnte... ;)
(Sorry Rolf, musste sein... ...wo deine Beiträge doch geradezu mit Jever Fun überschwemmt sind, da kommt so ein "Budweiser" als eine echte Überraschung... :mrgreen: ... oder lag's am Herrn Dvorak, mit seiner Budweiser Moldau ? )


Hatte ich mir schon gedacht, dass Du auf meine Getränkewahl abzielst 8-) Tatsächlich ist nach dem Fun meist noch ein Pils angesagt. Das "Fun" hat bei mir auch eher den Rang wie bei anderen Leuten der Sprudel: ich mag nur nicht so viel von der pappsüßen Zuckerbrause, und alles als Pils? :? :o :oops: :lol:
Auf das "Bud" war ich allerdings eher wegen der Ami-Connection gekommen: Dvorak 9: Aus der neuen Welt, Bud: auch US. allssklavier? :? 8-) Hicks! :lol:

Beste Grüße

Rolf :)
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Preusse » Fr 7. Sep 2018, 07:38

Servus Rainer,
danke für die (gar nicht mal so plumpe) Einladung, dem steht allerdings ein Aufenthalt in südlicheren Gefilden entgegen (so, wie jedes Jahr....) und sollte ich das abäwgen, sorry, da ziehe ich Austern mit frischen Baguette und einen Picpoul eindeutig vor :mrgreen:

Gruß Jens
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » So 9. Sep 2018, 23:38

Preusse hat geschrieben:Servus Rainer,
danke für die (gar nicht mal so plumpe) Einladung, dem steht allerdings ein Aufenthalt in südlicheren Gefilden entgegen (so, wie jedes Jahr....) und sollte ich das abäwgen, sorry, da ziehe ich Austern mit frischen Baguette und einen Picpoul eindeutig vor :mrgreen:

Gruß Jens


Hi Jens,

das ist natürlich ein äußerst tragfähiges und knackiges Argument, speziell wegen dem frischen Baguette... :P

Bonne vacances,
Rainer
PS: Und falls du dich da unten neben diesem mollusken Glibberkram auch noch von was anderem ernährst, dazu dann vielleicht... ? :mrgreen:

Schweinekram.jpg
Schweinekram.jpg (25.23 KiB) 491-mal betrachtet

PPS: Ich hatte damals den freundlichen Weinverkäufer in meinem besten Küchenfranzösisch gefragt, ob das nun schieres Marketing einer wegen massenweise produziertem "Pennerglück" äußerst lädierten Weingegend ist, oder ob das Zeug wirklich was taugt.
Er meinte clever: "Les deux" 8-)
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Mo 10. Sep 2018, 00:02

Rolf hat geschrieben:Auf das "Bud" war ich allerdings eher wegen der Ami-Connection gekommen: Dvorak 9: Aus der neuen Welt, Bud: auch US. allssklavier? :? 8-) Hicks! :lol:


Lieber Rolf :D ,

hier zweifelt niemand (trotz diesem wiederholten JF) daran, dass du ein Schleckermäulches bist... ;)
Zum "Bud" eine kleine Anekdote, die sich tatsächlich zugetragen hat:
Ich hatte mal vor Jahren Amerikanische Kollegen in ein "Böhmisches" Lokal hier eingeladen, und da gab's natürlich echtes original Budweiser vom Fass.
Die waren dann ziemlich verwirrt, und bei der Schreibweise auf dem Bierdeckel haben sie sogar auf "That must be a typo" spekuliert...
Fazit etwa ähnlich als mich einer in Charlotte (North Carolina) fragte, ob es in Deutschland auch ALDI gibt ? :shock: :shock: :shock:
Egal auch, unter den aktuellen Gesichtspunkten hätte Herr Dvorak seine "Neue Welt" vermutlich anders komponiert, wenn überhaupt... ??? :P

Prost,
Rainer
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Preusse » Mo 10. Sep 2018, 07:49

Servus Rainer,
Rainer hat geschrieben:......
Egal auch, unter den aktuellen Gesichtspunkten hätte Herr Dvorak seine "Neue Welt" vermutlich anders komponiert, wenn überhaupt... ??? :P

Prost,
Rainer

der wäre auf halbem Wege vom Schiff gesprungen..... :?

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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon rolf » Mo 10. Sep 2018, 08:53

Hallo Musikenthusiasten ;)

Preusse hat geschrieben:Servus Rainer,
Rainer hat geschrieben:......
Egal auch, unter den aktuellen Gesichtspunkten hätte Herr Dvorak seine "Neue Welt" vermutlich anders komponiert, wenn überhaupt... ??? :P

der wäre auf halbem Wege vom Schiff gesprungen..... :?


Naja, weiß nicht so recht: immerhin gab's auch zu Dvoraks Zeiten eine ganze Reihe schräger Vögel zu beiden Seiten des Atlantiks, und er hätte womöglich (damals wie heute) nicht gewußt, wohin er jetzt schwimmen soll :shock: :twisted: :lol:

Vielleicht wäre immerhin der 2. Satz noch melancholischer und der dritte Satz ein echtes Capricioso (sehr "caper" ) geworden, anstatt nur Scherzo .... :o :twisted:


Beste Grüße

Rolf :)
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Mo 10. Sep 2018, 12:54

Rolf hat geschrieben:Vielleicht wäre immerhin der 2. Satz noch melancholischer und der dritte Satz ein echtes Capricioso (sehr "caper" ) geworden, anstatt nur Scherzo .... :o :twisted:

Ich steig hier aus, wir mir zu kompliziert... :mrgreen: ... und höre besser den "Star Sprangled Banner" von Jimi Hendrix... 8-)

God bless... ...whomsoever,
Rainer
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Pfeife und Tee » Mo 10. Sep 2018, 16:52

Servus,

wie kommt wer drauf, dass dieser Tabak in Deutschland hergestellt sein sollte?
Beste Grüße, Heinz

Das Leben ist zu kurz für schlechte Tabake, miserable Einrauchpasten und minderwertige Mundstücke.
Das Leben findet nicht im Konjunktiv statt.
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Mo 10. Sep 2018, 22:47

Pfeife und Tee hat geschrieben:Servus,

wie kommt wer drauf, dass dieser Tabak in Deutschland hergestellt sein sollte?

Wo steht das denn ?????????????? :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon AWO » Di 11. Sep 2018, 06:22

Moin Moin
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!! :lol: :lol: :lol: :lol:

"Diesen Tabak gab es als Mixture bis in die späten 90er Jahre auch in Deutschland zu kaufen, aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, ist dieser Tabak bei uns aber verschwunden. Das vollkommen skurrile an der Sache ist, dass laut Aussage der Homepage von Iwan Ries in Chicago, der der Tabak vertreibt, der Tabak aus Deutschland kommt!!"

Duck und wech
Gruss vom AWO
Ich fahre Motorrad und rauche Pfeife , also bin ich!!
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Pfeife und Tee » Di 11. Sep 2018, 09:49

Stimmt, Ivan Ries war das.

Auf meinen Dosen steht:

Manufactured Under Licence
From The Standard Tobacco Co.


1911 Spillman Dr. Bethleham, PA 18015

Übrigens einer meiner teuersten Tabake.


Den soll ja auch Russ Oulette nachgebaut haben.
Gehört Russ Oulette nicht auch Hearth & Home? Oder ist er dort angestellt? Für Hearth & Home entwarf er den Fusiliers Ration und plötzlich soll der Bengal Slices in D hergestelllt werden...
Ziemlich undurchsichtig das Ganze . . .
Beste Grüße, Heinz

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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon rolf » Di 11. Sep 2018, 10:34

Hallo zusammen, Heinz,

Russ Ouelette ist tatsächlich "Masterblender" sowohl bei Hearth & Home als auch Standard Tobacco (gewesen?). Er gibt jetzt seinen Stand als "Blender/Merchant" bei smokingpipes.com an. Gefragter Typ halt :D

Beste Grüße

Rolf :)
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Re: Standard Tobacco - Bengal Slices

Beitragvon Rainer » Di 11. Sep 2018, 23:43

Hi Fans,

wie so oft im Leben kann ein Studium einschlägiger Literatur manchmal ganz hilfreich sein... :P

http://pipesmagazine.com/blog/put-that-in-your-pipe/the-development-of-a-new-blend/
https://dutchpipesmoker.wordpress.com/2016/02/28/lets-celebrate-the-return-of-bengal-slices/
http://pipesmagazine.com/blog/out-of-the-ashes/the-stuff-of-legend/
http://www.tobaccoreviews.com/blend/9899/standard-tobacco-company-of-pennsylvania-bengal-slices

Die "Urversion" des BS (normalerweise steht das im Anglo-Amerikanischen für Bull$h!t... ;) ) war gelabelt mit "Made in England exclusive for James B. Russell Inc. ... die Nachfolgeversion war dann "Made in Denmark exclusive for James B. Russell Inc.

Der Name "Bengals Slices war nicht ungewollt gewählt, und obwohl es ein "Presstabak" war, sollte er eigentlich DIE Marketingantwort auf den seinerzeit recht erfolgreichen Balkan Sobranie sein... womit wir wieder beim "BS" angelangt wären... ;)

Bengalos.jpg
Bengalos.jpg (70.05 KiB) 271-mal betrachtet

Diese Eckdösln, egal aus Brexitland oder Dänien, waren natürlich seinerzeit auch in Deutschland erhältlich... und/oder auch in der Schweiz... und sonstwo... ;)
(Meine Steuerbanderrole: Pfeifentabak, 50g, 17,25 DM, 8,82 €, Steuernummer 92130 = Kohlhase & Kopp früher...)

Dass es irgendwann Dekaden später in Amiland modern wurde, neuen Wein in alte Schläuche zu füllen, wissen wir ja nun schon... ;)

Wobei, ehrlich gesagt, mir persönlich Russ Ouelette's "Re-Inkarnation" (im Bild siehe unten... ...noch ohne Vorhersagen frühzeitigen Ablebens...)) deutlich besser schmeckt, als die Urmodelle aus der Alten Welt (siehe Bild oben...).
Nachteil: Für ein Dösl "Alten" bekäme man allermindesten 10 Dösln "Neuen"... ...solvente Chinesen vorausgesetzt... :P

Happy puffing,
Rainer
PS: Offensichtlich hatte das Original wohl auch seinen Fan... ...die Tiefen dieses ultimativ-genialen Forums sind ergründlich... ;)
Beitrag von rainerbarbi am 25. Oktober 2007 um 20:12
Als "Bengal Slice" Vernichter seit mehr als 15 Jahren bin ich ja weidlich bekannt. Und mit dem Produkt habe ich auch so meine Erfahrungen gemacht.
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