Einrauchpaste

Gebrauchte Pfeifen. Für und wieder und Quellen

Einrauchpaste

Beitragvon C. Montgomery Burns » Do 19. Jun 2014, 14:54

Hallo FdT.

Da ich gerne eine Estate mit Einrauchpaste versehen möchte, frage ich mich, ob man fertige Paste nimmt oder sich selber welche anrührt. Da bei fertiger Paste immer auch vergleichsweise hohe Versandkosten entstehen, lohnt sich das nur, wenn man sie mal bei irgendwas mitbestellt, daher tendiere ich zum selber anrühren.

Nun lese ich in diversen Internetbeiträgen immer, dass die Leute neben Wasserglas und Kohlestaub auch Bimsmehl und/oder Graphit mit einmischen. Wozu soll das dienen? Über das Mischungsverhältnis mit Bimsmehl / Graphit finde ich auch nichts wirklich Konkretes im Netz.

Hat einer der Pfeifenbauer bzw. -retter bitte einen Tip für mich?
Gruß, Monty

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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Petephil » Do 19. Jun 2014, 18:55

Ich würde wenn immer möglich auf Einrachpaste verzichten... egal ob aus Ahornsirup.Honig und Blaubeersaft oder sonstigen Beigaben.
------------------
Gruss, Phil - You have to forgive me, it's not me, it's my mind, it's very slow, and I have to pin everything down. (Columbo)
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Gerhard Wilhelm » Do 19. Jun 2014, 19:18

Moinmoin,

Wasserglas ohne sonstige Beigabe reicht völlig aus.

Viele Grüße
Gerhard
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Kelvin » Do 19. Jun 2014, 20:49

Hej Monty,

Wasserglas, SCHAMOTTmehl und AKTIVkohle fein gemahlen. Fertig!

Zumindest wenn man sich für Einrauchpaste entscheidet und ich würde das immer so machen........ aber ich rauche ja auch mifi ;-)

Gruß Kelvin
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon C. Montgomery Burns » Do 19. Jun 2014, 21:02

Hi Kelvin.

Wo zum H... kriegt man denn Schamottmehl? Beim Ofenbauer nen Klotz besorgen und mahlen? :?
Gruß, Monty

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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Kelvin » Do 19. Jun 2014, 21:37

Auch ne gute Idee! Ehrlich.

Aber ich bestell dass einfach bei Amazon.

Gruß Kelvin
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Rainer K » Do 19. Jun 2014, 21:41

Hi Monty und auch Kelvin,

Schamottemmehl und Konsorten gehört zu dem Zeugs was ich gerne Gimmicks nenne... weil man wegen seiner Feuerfestigkeit dem Kunden ein gesteigertes Sicherheitsgefühl suggeriert !
Holzkohlepulver reicht völlig.

Monty,
du könntest dir mal überlegen warum du sie überhaupt einpinseln willst ?... bei einer schon eingerauchten Pfeife halte ich das für unnötig, selbst wenn die Kohleschicht evtl. entfernt wurde.
Solltest du trotzdem wollen müssen... würde ich beim guten Pfeifenfachhandel einfach ein Dösl fertige Paste kaufen... andernfalls sitzt du auf einer Menge Wasserglas rum, die geschätzt für Jahrhunderte reichen dürfte... ;)

Happy puffing,
Rainer
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon C. Montgomery Burns » Do 19. Jun 2014, 22:02

Der Hintergedanke ist ganz einfach der: Ich habe vor, eine meiner Estates wieder zu verkaufen, weil sie mir nicht zusagt (oFi), und ich finde aus persönlichem Gusto den Brennraum einer benutzten Pfeife mit Paste einfach ästhetischer als einen mit verfärbtem Holz. Sie wirkt damit irgendwie "neuer". :?

Würdet Ihr als potentielle Estate-Kunden hinter der Paste eher versteckten Pfusch vermuten?
Gruß, Monty

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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Freepipe » Do 19. Jun 2014, 23:02

Gude Monty,

ich habe mir bei meinen Estatekäufen noch nie Gedanken über eine Brennkammer mit "verfärbtem Holz" oder neuer Einrauchpaste gemacht,
oder dies als Bewertungskriterium herangezogen...
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon sonderm4nn » Mo 1. Mai 2017, 21:25

Auf der Suche nach Informationen zur Einrauchpaste bin ich auf diesen alten Thread gestoßen. Ich würde gerne mittels Einrauchpaste einen etwas zu tiefen Rauchkammerboden auffüllen. Eine Flasche Natronwasserglas habe ich und im Medizinschrank auch Aktivkohlekompretten (gegen Dünnpfiff :mrgreen: ) und einen Mörser. Wie ist denn ein empfehlenswertes Mischungsverhältnis zwischen Kohlepulver und Wasserglas? Wie dick kann man die Paste auftragen; ein paar dünne Schichten mit Zwischentrocknung, oder auch satter?

Bin für Tipps dankbar.
Holy smoke, Thomas
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Guust » Mo 1. Mai 2017, 21:59

Servus Thomas,

solange Holzkohlenstaub hinzufügen bis eine pastöse Masse entsteht. Einfach nach Gefühl, wie beim Paltschinkenteig. ;) Fünf mm ist sicher viel auf einmal. Aber darunter halt probieren wie es sich anfühlt. Danach hab ich es einige Tage trocknen lassen. Hat tadellos funktioniert. Leider hab ich die Pfeife jetzt verlegt. :x

Gutes Gelingen,
Hannes
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Rainer K » Mo 1. Mai 2017, 22:34

Hallo die Herren,

zum Thema "Einrauchpaste" gibt es im Internetz geschätzte 3,457 Millionen Terabyte zum Lesen, sowie etwa 28 Doppelzentner bedrucktes Papier... 8-)

Bei zu "tiefgelegtem" Rauchkammerboden, bzw. zu "hochgelegter" Bohrung gibt es verschiedene Therapien:

Der verfahrenstechnische Ansatz mittels Anti-Dünnpfiff, also nachfolglich vermörserten Aktivkohle-Kohlekompretten, und mittels (Natron)Wasserglas vermatschter Paste das Problem zu lösen, ist schon mal ganz gut ! :)

Natürlich ist diese Methode sowohl Laktose- als auch Glutenfrei, aber es gibt noch eine wesentlich biokompatiblere Methode !

Jenseits des großen Teichs nennt man es, in Ermangelung unserer Sprache einfach: "Pipe Mud"... (Dt.: Pfeifenschlamm)... klingt aber auch echt doof, nä ? ;)
Also, man nimmt einfach die Asche von Zigarren(!), und gibt dazu Wasser bis ein dicker Brei entsteht...
Den tut man dann in die verunglückten Hohlräume einfüllen, und lässt das Ganze trocknen...
Danach: Pfeife rauchen ! :)

@ Hannes: Palatschinkenteig ??? :o Was ist das denn ???
Ich war mal auf einer Tagung, wo man beschlossen hatte, von Deutsch auf Englisch umzustellen, so daß man auch die Österreicher versteht... :P

Duck und wech... und happy puffing,
Rainer
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Guust » Do 4. Mai 2017, 18:22

Servus Rainer und alle

bitte sehr, bitte gleich hier der Klassiker:
http://www.chefkoch.de/rezepte/37748112 ... elade.html
Und der zur Herstellung dieser Köstlichkeit benötigte Teig heißt eben Palatschinkenteig.

Man möge mir den Austriazismus Marillenmarmelade nachsehen. Sie schmeckt einfach besser als Aprikosenkonfitüre. :lol: Das klingt schon ein bisserl sauer. :lol: Ups! Das ist ja eine deutsche Seite.
Bei dieser Tagung waren sicher einige Sachsen, Schwaben Hessen oder Friesen dabei. Das Badische soll auch Einiges bereit halten :P

Eet smakelijk,
Hannes
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Rainer K » Fr 5. Mai 2017, 01:14

Hi Hannes, und andere Schleckermäulchen,

a) Danke für das Rezept ! :D ...und ich hoffe dass es auch klappt, wenn die Henne zweimal Pfälzisch gackert, anstatt auf Austritaisch... :mrgreen:

b) Marillenmarmelade ??? :shock: :o :shock:
Meines Erachtens eine unsägliche Verschwendung natürlicher Resourcen !!! ...Denn... Marillen mag ich viel lieber gebrannt ! :D ... und am Liebsten aus der Wachau ! :D :D :D

A votre sanitaire,
Rainer
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Guust » Mo 8. Mai 2017, 23:26

Servus Rainer,

also ich finde doch, in gewissem Sinne, Übereinstimmungen mit unseren Ansichten über Gutes im Leben. Ich denke wir würden uns persönlich hervorragend verstehen. :)

Santé,
Hannes
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Re: Einrauchpaste

Beitragvon Rainer K » Di 9. Mai 2017, 20:29

Hi Hannes,

das denk ich auch... :D

Und wenn es für Lohmar zu weit war, versuchs doch mal mit Speyer im September.

Und falls, bitte guten Marillenschnaps mitbringen ! ... die besten sind die "unettiketierten"... ;) ...im "Doppler" ...die Füllmenge dürfte dir bekannt sein... ;) ...dafür wirst du dann mit gutem Tabak geradezu überhäuft ! :)

CU ?
Rainer
PS: Noch nie war das Thema "Einrauchpaste" so vergnüglich... :)
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