Diskussion um Estates

Gebrauchte Pfeifen. Für und wieder und Quellen

Diskussion um Estates

Beitragvon nature boy » Sa 16. Okt 2010, 18:46

Hallo zusammen,

ich habe gerade mit dem Pfeiferauchen begonnen und schon die ersten kätzerischen Gedanken.

Liest man so die vielen unterschiedlichen Meinungen zum Thema Estates, so gibt es da sicherlich einiges, was von dem Produkt Pfeife als Naturprodukt her
erklärbar sein mag. Wenn also bestimmte Tabake ständig in einer Pfeife geraucht worden sind, dann mag diese Pfeife sicher das Aroma dieses Tabaks annehmen.
Dies ist sicher objektiv so.
Werden Pfeifen aufgearbeitet um als Estates verkauft zu werden, dann gibt es ja offensichtlich einige Methoden, um die Pfeifen, um es einmal so auszudrücken, weitestgehend zu neutralisieren. Das mag nciht hundertprozentig funktionieren, aber ich meine, daß selbst eingefleischte Estates-Gegner zumindest zwischen den Zeilen durchklingen lassen, daß nach mehrmaligem Rauchen ihres eigenen Tabaks dieses ursprüngliche Eigen-Arome der Gebrauchtpfeife doch weitestgehend verschwunden war.

Irgendwie hat der Anfänger des Themas Pfeiferauchen dann irgendwann mal so das Gefühl, daß die Empfehlung der Estates-Gegner, man möge sich doch besser eine neue Pfeife gönnen, auch viel mit einem Bauchgefühl zu tun hat. Ich selbst kann das noch nicht beurteilen, da ich (noch) keine Estate besitze. Ich wollte nur mal wiedergeben, welchen Eindruck man beim Lesen so gewinnt und fragen, ob der Eindruck eventuell stimmen könnte.

Viele Grüße

Stefan
nature boy
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon manni-wan » Sa 16. Okt 2010, 19:14

Hallo Stefan,

Estates gibt es "so" oder "so" . komplett gereinigr bis "aus dem Mund" - incl. der Schattierungen dazwischen... meist auch eine "Preisfrage"

Tabake, die eine Pfeife tiefgehend "prägen" - sodaß man den Geschmack nicht mehr herausbekommt, gibt es wenige !
Die meisten Pfeifen bekommt man daher "wieder hin" :-)

Beste gRüße - manni
pfiffig kommt von Pfeife... Bild
Benutzeravatar
manni-wan
 
Beiträge: 5001
Registriert: Do 30. Sep 2010, 12:29
Wohnort: Koblenz

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon D_Sky » So 17. Okt 2010, 11:43

Hallo Stefan,

ich hatte anfangs die gleichen bzw. ähnliche Gedanken und habe mir über viele Jahre hinweg nur neue Pfeifen gekauft.

Wie es der Zufall will, war es damals Manni (vor über 10 Jahren) der mir die Frage stellte, ob ich in ein Restaurant auch mein eigenes Besteck mitbringen würde. Es ist also alles nur eine Frage der Reinigung.

Zum Thema Reinigung findest Du etliche gute Beiträge im Web. Dies ist mehr ein Thema bei "Schnäppchen" von eBay. Diese kommen meist ungereinigt beim Käufer an. Es gibt aber auch einige gute Estatehändler in Deutschland. Einer, der die Pfeifen sehr gut aufarbeitet ist unser Olaf ( http://www.estate-art-pipes.de/ ) . Von ihm habe ich einige gekauft und diese sind sofort rauchbar.

Es ist also keine allgemeine, sondern eine persönliche Frage, ob man Estate-Pfeifen mag oder nicht.

Gruss
D_Sky
Gruss
D_Sky
Laird of Glencairn

"Manieren machen uns zu Menschen" The Kingsman
Benutzeravatar
D_Sky
Administrator
 
Beiträge: 2813
Registriert: So 18. Mär 2012, 13:08

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon AWO » So 17. Okt 2010, 15:28

Moin Moin Stefan
Ich denke mal vieles spielt sich im Kopf ab. Die einen sagen "äh, wer weiss wer die alles schon im Mund hatte", die anderen stört das nicht, weil sie die Pfeifen entweder selber reinigen oder beim Estate Händler kaufen. Und da sind sie ja sowieso aufearbeitet und desinfiziert.
Ich persönlich rauche auch Estate Pfeifen. Wer weiss was die Industrie uns alles ins Essen Macht (z.B. Färbemittel, Frischhalter). Ich glaube ich will es auch gar nicht wissen sonst könnte man nirgens mehr mit genuss reinbeissen.
Estate oder nicht , muss jeder für sich entscheiden aber viele Sachen sind sicherlich gefährlicher als Estate Pfeifen. :lol:
Gruss vom AWO
Ich fahre Motorrad und rauche Pfeife , also bin ich!!
Benutzeravatar
AWO
 
Beiträge: 1848
Registriert: Mo 4. Okt 2010, 18:05
Wohnort: Bundeshauptstadt Luftkurort Bad Schön Hendschiken- CH

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon nature boy » Mi 20. Okt 2010, 20:54

Guten Abend,

danke für Eure Bestätigung meines ersten Eindrucks.

Ich kann beide Seiten, so sie ihren Bauch sprechen lassen, verstehen. Aber ganz objektiv gesehen kann man an Estates, wenn sie vernünftig aufbereitet sind, wohl nicht viel aussetzen. Allerdings ist Objektivität bei einem solch emotionalen Thema wied er Pfeife sicher nicht das Erste, an das man denkt.

Ich werde mich denn auch bald mal bei den Estate-Anbietern tummeln. Allerdings muß meine Frau erst einmal den Posteingang mit den drei Manger-Pfeifen verkraften :-)

Schönen Abend
Stefan
nature boy
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon skalli » So 24. Okt 2010, 17:10

Moin Stefan,

auch mir fiel meine erste Estate ziemlich schwer. Ich bin zum Glück aber gleich an Olaf Langner geraten. ;) Ganz hervorragende Arbeiten. Kannst Du gleich rauchen. (Nicht den Olaf) ;)
Irgendwann habe ich mal eine Stanwell aus Australien ersteigert. Olaf hat auch sie hergerichtet. Kurzes Fazit, bevor ich einen Olaf Thread hieraus mache: Feine Estates, gute Preise und schnell.
Wenn Du irgendwo eine gebrauchte Pfeife kaufst und Du willst sie aufgearbeitet haben, frage auch mal bei Volker Bier nach. Mir hat er einige Petersons und eine Stanwell wie neu gemacht. Weiß aber nicht ob er sich das noch aufhalst, hat ja genug mit seinem Liegefahrrad zu tun. :mrgreen:

Dann bloß nicht zu vergessen: Werner Bürmann, hat mir eine Stanwell wunderbar umgebeizt, so dass ich wohl die nächsten 100 Jahre Freude an dieser Pfeife haben werde und er hat mir eine GBD so schön aufgearbeitet, dass sie fast meine Lieblingspfeife geworden ist. Wenn eine Pfeife (GBD)in meinem Zamperl landet, gehört sie zur Elite ! Bescheidene Preise, netter Kontakt und auch sehr sehr lieb. So böse wie er auf seinem Avatar aussieht ist er nicht. :lol: :lol:
Ale 3 sind Mitglieder hier im Forum, woanders habe ich noch keine Estates gekauft oder aufarbeiten lassen. Alle 100%. !! Und ich bin empfindlich !
Nichts ist wirklich wichtig!

Gruss Skalli
Benutzeravatar
skalli
 
Beiträge: 1447
Registriert: Mi 25. Aug 2010, 09:35
Wohnort: Glücksburg

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon Albert » So 24. Okt 2010, 18:34

ah ha da bringst du deine Pfeifen hin so so :twisted: ;)
Albert
 
Beiträge: 287
Registriert: Sa 28. Aug 2010, 00:26

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon gerd » So 24. Okt 2010, 20:06

Hallo Albert,

beste Adressen, wobei ich nur Olaf von den gekauften Pfeifen her kenne (auch persönlich). Die beiden anderen kenn ich nur "persönlich" von Veranstaltungen würde ihnen aber sofort meine Pfeifen anvertrauen.

Ergab sich aber bisher nicht. Was nicht heißt, das es nicht noch werden kann.
gerd
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon Rainer » Mo 25. Okt 2010, 07:50

Hallo zusammen,
die drei Genannten kann ich auch vorbehaltlos empfehlen.
Viele Grüße aus München
Rainer
Benutzeravatar
Rainer
 
Beiträge: 163
Registriert: Do 26. Aug 2010, 16:33
Wohnort: München

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon Kelvin » Mi 27. Okt 2010, 20:40

Hej Stefan,

zu den drei Genannten kann ich Dir auch etwas sagen: Ich kann alle drei wärmstens empfehlen!

Durch Olaf bin ich zum Estate-Fan geworden. Von ihm habe ich diverse Estates und alles was man von ihm bekommt ist einfach perfekt aufgearbeitet. Dazu macht er wirklich tolle Handmades von denen ich auch etliche habe.

Bierchen ist ebenfalls ein super Typ und ich habe ein-zwei Handmades von ihm. Die sind einfach nur toll und insofern nehme ich an, dass jemand der so genau und fein arbeitet, sicher auch Estates toll aufbereitet. Aber auch ich weiß nicht ob er dafür überhaupt noch Zeit findet.

Von Werner habe ich leider (noch) nichts gekauft. Aber wenn man sieht mit wieviel Liebe und positiver Besessenheit er seine eigenen Pfeifen baut, dann kann ich mir gut vorstellen das auch er als Pfeifenliebhaber eine Estate entsprechend behandelt.

Jetzt aber noch mal zum Thema Estate selber.

Ich bin enorm pingelig und habe Estates immer als absolut ekelig empfunden. Im Restaurant finde ich das Besteck auch eher "bäh" und mein Hygiene empfinden ist da eher hoch. Eigentlich war mir klar, dass ich NIE Estates rauchen wollte.

Als ich mal Olaf besuchte, gab er mir eine kleine Stanwell zum rauchen. Ein Traumteilchen und komplett neu, dachte ich. In echt war es eine von ihm aufgearbeitete Estate. Was soll ich sagen, ich war geheilt. Seit dem haben diverse Estates von Olaf zu mir gefunden und alle waren absolut neuwertig und bestens zu rauchen.

Mein Tipp ist daher ganz klar, sofern man sich das irgendwie vorstellen kann, mal eine Estate zu kaufen und zu rauchen. Ich finde jedenfalls, dass es eine tolle Möglichkeit ist um sich Pfeifen zu gönnen, für die man sonst viel mehr Geld bezahlen müsste.

rauchige Grüße,
Kelvin
Benutzeravatar
Kelvin
 
Beiträge: 2574
Registriert: Mi 25. Aug 2010, 15:23
Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon pipenmonk » Mi 27. Okt 2010, 21:01

Kelvin hat geschrieben:...aber wenn man sieht mit wieviel Liebe und positiver Besessenheit er seine eigenen Pfeifen baut ...


und sogar AUSSCHLIESSLICH raucht !!!

:mrgreen:

..mit Idsteiner Tabakum No.2 in Svendborg

Grüße
- pipenmonk -
Marcus

---und immer 'nen fingerbreit Tabak in der Pief
Benutzeravatar
pipenmonk
 
Beiträge: 560
Registriert: Sa 2. Okt 2010, 22:31
Wohnort: 56357 Marienfels

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon nature boy » Do 28. Okt 2010, 20:42

Hallo zusammen,

ich weiß jetzt nicht, ob es speziell an diesem Forum liegt, daß eigentlich nur Estate-Befürworter das Wort ergreifen ;)

Nein, ernsthaft. Mich muß schon von vornherein keiner davon überzeugen, daß Estates in jeder Hinsicht, auch der hygienischen, ganz einwandfreie Pfeifen sein können. Insofern nochmals mein Dank, daß dieser Gedanke hier noch einmal so eindrucksvoll bestätigt wurde.

Meine nächste Pfeife wird sehr sicher eine Estate. Natürlich werde ich als Beginner dann davon berichten. Vielleicht eines schon vorab. Wenn man sich eine Estate zulegt, dann sind dies ja oft die namhaften Hersteller, die man nun zu einem viel günstigeren Preis erwerben kann. Ich habe dabei nicht die Erwartung, daß diese Pfeife(n) sich anders, besser rauchen lässt als meine günstige Jean Claude und die Pfeifen des Herrn Manger. Es ist sicher mehr das Gefühl, den Tabakgenuss aus einer "besonderen" Pfeife zu erfahren. Na ja, ich werde es ja sehen.

Viele Grüße

Stefan
nature boy
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon berndk1972 » Fr 9. Sep 2011, 11:49

Hallo Stefan,

bis zur diesjährigen Pfeifenmesse in Lohmar war ich auch ein Estate-Gegner. Bis ich dort dann am Stand vom Olaf eine Pfeife liegen sah, in die ich mich sofort verliebt habe.
Da ich wusste, das es sich um eine Estate handelte, habe ich sie nicht gekauft. Bin mehrmals zurück zu seinem Stand und habe die Pfeife betrachtet.
Letztendlich war es meine bessere Hälfte, die mich überredete, die Pfeife doch zu kaufen. Das Wagnis einzugehen.
Was soll ich sagen? Die Pfeife war perfekt.
Ich hab sie mit nach Hause genommen, rein in meine kleine Werkstatt, Pfeifenreiniger mit Alkohol durch und ... nichts ... wie neu!

Bei der nächsten Messe werde ich wohl auf jeden Fall wieder bei Olaf zuschlagen. Dann kann es auch gut sein, das es mehr als nur eine Pfeife wird. :mrgreen:
berndk1972
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon Berlinerfamilie » Mi 19. Sep 2012, 22:02

Hallo,

ich rauche zwar schon seit ungefahr 20 Jahren gelegentlich Pfeife, aber nur noch Pfeife rauche ich seit ungefähr April diesen Jahres.
Ich hatte nur 9 Pfeifen, die schnell an Ihre Grenzen gestoßen sind.
Also mußtem mehr Pfeifen her.
Ich habe mich bewußt für Estates entschieden , da diese nur 20-30% von Neupreis kosten und ich habe hauptsächlich Markenpfeifen ( Peterson ) gekauft , aber auch Freehand.
Ich habe bisher ca. 60 EState Pfeifen gekauft im Schnitt zwischen 25-80 € bezahlt und ich habe mich nur 2x angeschmiert schaden ca. 10-15€, also verschmerzbar.
Ich achte immer darauf gute Bilder zu erhalten und wenig berauchtePfeifen zu kaufen.

Gruß
Fred
Berlinerfamilie
 

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon phemmer » Do 20. Sep 2012, 07:56

Hallo Fred, alle zusammen,

Berlinerfamilie hat geschrieben:Ich achte immer darauf gute Bilder zu erhalten und wenig berauchtePfeifen zu kaufen.


bei den Bildern hast Du natürlich Recht, aber ob wenig berauchte Estates per se besser sind, weiß ich nicht?

Meine Erfahrung ist da eine ganz andere: Wenn eine Pfeife eine häufig gerauchte Pfeife war, dann kannst Du davon ausgehen, daß sie gut funktioniert und geschmeckt hat, eben geliebt wurde. Wenn sie also nicht "schlecht runtergeraucht" ist, dann lohnt sich meist der größere Aufwand beim Restaurieren. Die besten meiner Estates (nur im Sinne von Funktion und Geschmack) waren alle eher häufig gerauchte Pfeifen. Wenn's um Sammlerwerte und seltene Einzelstücke geht, dann ist das teilweise anders, aber wenn's um's Rauchen geht, würde ich eine gut gerauchte Pfeife einer wenig gerauchten Pfeife tendenziell vorziehen.

Herzliche Grüße
Peter
phemmer
 
Beiträge: 297
Registriert: Di 17. Mai 2011, 00:07

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon Petephil » Do 20. Sep 2012, 08:09

Tendentiell, ja, aber man weiss ja nie, wie der Vorbesitzer seine Pfeifen rauchte. 1x pro Jahr? 2x Im Monat? 1x die Woche? schwierig alleine wegen "wenig beraucht" eine qualitative Entscheidung pro/contra der Estate zu treffen, wie ich finde.
------------------
Gruss, Phil - You have to forgive me, it's not me, it's my mind, it's very slow, and I have to pin everything down. (Columbo)
Benutzeravatar
Petephil
 
Beiträge: 5487
Registriert: Mo 15. Aug 2011, 08:10
Wohnort: Solothurn, Schweiz

Re: Diskussion um Estates

Beitragvon phemmer » Do 20. Sep 2012, 20:01

Hallo Phil,

Petephil hat geschrieben:Tendentiell, ja, aber man weiss ja nie, wie der Vorbesitzer seine Pfeifen rauchte. 1x pro Jahr? 2x Im Monat? 1x die Woche? schwierig alleine wegen "wenig beraucht" eine qualitative Entscheidung pro/contra der Estate zu treffen, wie ich finde.


Natürlich ist es am besten, wenn man das Teil in der Hand haben kann - und vor allem dran riechen kann, denn daran merkt man, ob die Pfeife gut oder schlecht geraucht/behandelt wurde, auch wenn sie starke Gebrauchsspuren haben sollte. Ansonsten muß man sich halt an Photos halten. Mir ging es bei meiner Antwort auch eher darum, daß man das "stark beraucht" nicht zwangsweise als Ausschlusskriterium betrachten muß, vorausgesetzt man weiß, wie man eine Pfeife aufarbeitet und hat die technischen Möglichkeiten dazu.

Grüße
Peter
phemmer
 
Beiträge: 297
Registriert: Di 17. Mai 2011, 00:07


Zurück zu Gebrauchte Pfeifen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron